Andrew Grassie, Still Frame

Andrew Grassie, Still Frame

Esther Schipper, Berlin
November 5 – Dezember 5, 2020
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  • Andrew Grassie, Still Frame


     

    Esther Schipper freut sich, die erste Einzelausstellung von Andrew Grassie mit der Galerie zu anzukündigen.

     

    Die Ausstellung mit dem Titel Still Frame umfasst 24 neue Arbeiten. Sowohl der Titel als auch die Anzahl der Bilder sind Ausdruck einer konzeptuellen Affinität zur filmischen Erzählung, welche die neue Werkgruppe prägt: 24 Bilder pro Sekunde sind die übliche Bildrate in Filmen, um die Illusion einer übergangslosen Bewegung im menschlichen Sehen zu erzeugen.

     

    Andrew Grassie ist bekannt für kleine, präzise gemalte Arbeiten, deren scheinbar unprätentiöse Sachlichkeit zuweilen die oft aufwendig organisierten Vorbereitungen vergangener Projekte und deren konzeptuelle Ambitionen überdeckt. Mit Still Frame verfolgt er ein langjähriges Interesse an der Bedeutung des Bildes, am Wesen der Erinnerung und der zeitgenössischen Malerei.

  • Ausstellungsansicht: Andrew Grassie, Still Frame, Esther Schipper, Berlin, 2020. Foto © Andrea Rossetti
    Ausstellungsansicht: Andrew Grassie, Still Frame, Esther Schipper, Berlin, 2020. Foto © Andrea Rossetti
  • Grassie began ein Experiment indem er Motive wählte, die seine Aufmerksamkeit aus Gründen, die er nicht immer erklären konnte, gefesselt hatten. Die Motive sind Momentaufnahmen, die mit persönlichen Erinnerungen zusammenhängen und die an einen bestimmten Ort, an einen bestimmten Moment gekoppelt sind. Fotos aus seinem Bildarchiv, die viele Jahrzehnte alt sind und eine vage Unbeholfenheit ausstrahlen, wurden somit zu den Quellen dieser Arbeiten.

     

    Jedes Bild dieser Serie lässt sich auf einen bestimmten Moment zurückführen, oft auf spezifische visuelle Phänomene, an die sich der Künstler aus persönlichen und/oder künstlerischen Gründen erinnert.

     

    Das kleine, präzise gemalte Werk ist in Tempera ausgeführt, einer Maltechnik, die mit Tafelbildern aus der Vorrenaissance assoziiert wird, und der Entwicklung der Ölfarbe vorausging. Andererseits verstärkt sie aber auch die Verwandtschaft der Bilder mit Erinnerungen: einmalige Erlebnisse, die sich im Kopf wiederholt abspielen. Andererseits verstärkt sie aber auch die Verwandtschaft der Bilder mit Erinnerungen: einmalige Erlebnisse, die sich im Kopf wiederholt abspielen.

    • Andrew Grassie Flowers 1, Flowers 2, 2019 Tempera auf Papier auf Museumskarton je 14,8 x 18,8 cm (Motiv), 2-teilig je 31,1 x 35,2 x 3 cm (gerahmt), 2-teilig
      Andrew Grassie
      Flowers 1, Flowers 2, 2019

      Tempera auf Papier auf Museumskarton
      je 14,8 x 18,8 cm (Motiv), 2-teilig
      je 31,1 x 35,2 x 3 cm (gerahmt), 2-teilig

    Flowers 1 & 2, 2019


     

    Ich habe das Foto in den späten 80er Jahren mit einer preiswerten Einwegkamera aus Plastik aufgenommen, die tolle Aufnahmen in diesem leicht quadratischen Format machte. Ich ging allein durch den Botanischen Garten in Edinburgh, meiner Heimatstadt. Es war einer dieser stillen und sonnigen Tage. Ich legte mich am Rande eines Blumenbeets nieder, um dies aufzunehmen, und blickte zu den Narzissen hinauf, die nun über uns zu ragen scheinen und auf uns herabschauen wie eine Schar von Zuschauern, die einen Unfall beobachten. Ich erinnere mich, dass ich diesen Effekt herbeigeführt habe, indem ich die Stiele der Narzissen so drehte, dass mehr von ihnen mir zugewandt waren.

    — Andrew Grassie, 2020

  • Dieses Foto hat mich jahrelang begleitet, und ich habe mich immer wieder daran erinnert oder bin in den Ordnern darauf gestoßen. Zu dieser Zeit habe ich mich dagegen gesträubt, weiterhin Arbeiten zu schaffen, die auf Regeln oder Typologien basieren. Also erlaubte ich mir, dieses Bild einfach zu malen, ohne zu wissen, wohin es gehen würde. Ich begann die Arbeit, machte die Zeichnung fertig und hatte dann die Idee, dass, wenn ich es zweimal malte, es von dem einfachen Bild einiger Blumen ablenken und mehr über den Prozess des Kopierens, der Originalität, der Zeit eine gewisse Sinnlosigkeit erhalten würde.

     — Andrew Grassie, 2020

  • Andrew Grassie, Painting 1, Painting 2, 2019–2020, Tempera auf Papier auf Museumskarton, je 18,8 x 14,8 cm (Motiv), 2-teilig, je 35,2 x 31,1 x 3 cm (gerahmt), 2-teilig. Foto © Andrea Rossetti
    Andrew Grassie, Painting 1, Painting 2, 2019–2020, Tempera auf Papier auf Museumskarton, je 18,8 x 14,8 cm (Motiv), 2-teilig, je 35,2 x 31,1 x 3 cm (gerahmt), 2-teilig. Foto © Andrea Rossetti
  • Painting 1, 2019 & Painting 2, 2020


     

    Ich dachte, wenn ich die Serie mehr als einen Film betrachte, wäre es vielleicht eine Idee, eine Art Charakter zu implizieren. Ich hatte dieses und andere Fotos von Menschen, die auf Kunstmessen aus dem Bildausschnitt verschwinden. Dieses hier war so einfach und geometrisch. Die leere Leinwand von [dem britischen Minimalisten] Bob Law reflektiert die Frau leicht wie ein schwarzer Spiegel. Der Ausschnitt war perfekt, und die Geometrie traf alle Ecken. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich keine Ahnung, dass ich ein weiteres Bild dieser Szene malen würde, das ich ein Jahr später fertigstellen würde.

    — Andrew Grassie, 2020

  • Als Teil der konzeptuellen Grundidee, flüchtige Erinnerungen, die durch fotografische Schnappschüsse festgehalten wurden, in ein einzigartiges Kunstwerk zu verwandeln, das mit einer zeit- und arbeitsintensiven traditionellen Technik ausgeführt wird, malte Grassie dieses Motiv einmal mit der Figur und für dieses Werk einmal ohne.

     

    Es ist einer der wenigen Fälle, in denen der Künstler sein Ausgangsbild signifikant verändert hat.

  • Windscreen, 2020


     

    Eine Nacht, auf einem Landweg. Nach einem Regenschauer. Die Scheinwerfer waren noch an, ich hielt den Wagen an und machte diese Aufnahme. Die Kamera verwechselte, ob sie auf die Windschutzscheibe oder den Blick darüber hinaus scharf stellen sollte. Wir können die Form der Straße nur vage erkennen, aber die über die Oberfläche schwebenden Lichtkugeln sind das Hauptmotiv. Ein Auto, das nachts auf einer Straße hält, unfähig, über die beleuchtete Umgebung hinaus zu sehen, das fühlte sich sehr filmisch an.

    — Andrew Grassie, 2020

  • Andrew Grassie, Windscreen, 2020, Tempera auf Papier auf Museumskarton, 14,8 x 18,8 cm (Motiv), 31,1 x 35,2 x 3 cm (gerahmt). Foto © Andrea Rossetti
    Andrew Grassie, Windscreen, 2020, Tempera auf Papier auf Museumskarton, 14,8 x 18,8 cm (Motiv), 31,1 x 35,2 x 3 cm (gerahmt). Foto © Andrea Rossetti
  • Ausstellungsansicht: Andrew Grassie, Still Frame, Esther Schipper, Berlin, 2020. Foto © Andrea Rossetti
    Ausstellungsansicht: Andrew Grassie, Still Frame, Esther Schipper, Berlin, 2020. Foto © Andrea Rossetti
    • Andrew Grassie Car Door 1, Asteroid, Car Door 2, 2020 Tempera auf Papier auf Museumskarton je 14,8 x 18,8 cm (Motiv), 3-teilig je 31,1 x 35,2 x 3 cm (gerahmt), 3-teilig
      Andrew Grassie
      Car Door 1, Asteroid, Car Door 2, 2020

      Tempera auf Papier auf Museumskarton
      je 14,8 x 18,8 cm (Motiv), 3-teilig
      je 31,1 x 35,2 x 3 cm (gerahmt), 3-teilig

    Car Door 1, Asteroid, Car Door 2, 2020


     

    Das Bild zeigt meine Autotür, geparkt am Straßenrand in der Nähe der Sanddünen am St. Andrew's Golfplatz in Fife, Schottland. Auf einer Reise dorthin im letzten Jahr hatte ich dieses Foto eines unerschrockenen "Nessie-Beobachters" im Kopf, der vor seinem Auto steht, hinter der offenen Tür, vor einem geheimnisvollen See, und durch ein großes Fernglas blickt. Es ist ein inszeniertes Foto von jemandem, der geduldig auf nichts schaut und nur darauf hofft, etwas Wunderbares zu sehen. Es ist ein Sinnbild des Glaubens entgegen der Überzeugung. Ich setze dies mit vielem im Leben einschließlich der Kunst selbst gleich.

    — Andrew Grassie, 2020 

    • Andrew Grassie Car Door 1, 2020 Tempera auf Papier auf Museumskarton 14,8 x 18,8 cm (Motiv) 31,1 x 35,2 x 3 cm (gerahmt)
      Andrew Grassie
      Car Door 1, 2020

      Tempera auf Papier auf Museumskarton
      14,8 x 18,8 cm (Motiv)
      31,1 x 35,2 x 3 cm (gerahmt)

    • Andrew Grassie Car Door 2, 2020 Tempera auf Papier auf Museumskarton 14,8 x 18,8 cm (Motiv) 31,1 x 35,2 x 3 cm (gerahmt)
      Andrew Grassie
      Car Door 2, 2020

      Tempera auf Papier auf Museumskarton
      14,8 x 18,8 cm (Motiv)
      31,1 x 35,2 x 3 cm (gerahmt)

  • Während der Produktion, 2020. Foto © Andrew Grassie
  • Asteroid, 2020


     

    Von meiner Fahrt in die Bibliothek auf der Suche nach einem Bild eines Diagramms habe ich auch einige Bilder von Planeten und Asteroiden aufgenommen. Dieses hier, '243 Ida', hatte eine besonders kartoffelähnliche Form. Ich wollte der Serie einige Sci-Fi-Bilder hinzufügen. Das würde einen Effekt auf die Blank-Bilder haben, die man möglicherweise als leeren Weltraum betrachten könnte. Ich habe mich schon immer für das Weltall und den Wettlauf ins All interessiert. Diese Asteroidenform macht es etwas komisch, denn die Art und Weise, wie diese riesigen Objekte im Weltraum hängen, hat einen Hauch von Pathos.

    — Andrew Grassie, 2020

  • Andrew Grassie, Car Door 1, Asteroid, Car Door 2, 2020, Tempera auf Papier auf Museumskarton, je 14,8 x 18,8 cm (Motiv), 3-teilig, je 31,1 x 35,2 x 3 cm (gerahmt), 3-teilig. Foto © Andrea Rossetti
  • Ausstellungsansicht: Andrew Grassie, Still Frame, Esther Schipper, Berlin, 2020. Foto © Andrea Rossetti
    Ausstellungsansicht: Andrew Grassie, Still Frame, Esther Schipper, Berlin, 2020. Foto © Andrea Rossetti
    • Andrew Grassie Street 1, Street 2, 2020 Tempera auf Papier auf Museumskarton je 14,8 x 18,8 cm (Motiv), 2-teilig je 31,1 x 35,2 x 3 cm (gerahmt), 2-teilig
      Andrew Grassie
      Street 1, Street 2, 2020

      Tempera auf Papier auf Museumskarton
      je 14,8 x 18,8 cm (Motiv), 2-teilig
      je 31,1 x 35,2 x 3 cm (gerahmt), 2-teilig

    Street 1 & 2, 2020


     

    Dieses Bild stammt von einem Besuch, den ich einem Kunstwerkstatt in L.A. namens Standard Sculpture abgestattet habe. Ich war dort, um für meine frühere Serie von Werken mit dem Titel Fabrication, die Werkstatt zu dokumentieren, in der eine Jeff-Koons-Skulptur restauriert wurde. Als Andenken schoss ich bei meiner Abfahrt in letzter Minute ein BIld von dem Eingang der Werkstatt. Erst viel, viel später wurde mir klar, dass es selber ein Gemälde werden könnte. Ich war versucht, in dieser Version etwas zwischen den beiden Ausführungen zu ändern, entschied mich aber dagegen.

    — Andrew Grassie, 2020

  • Während der Produktion. Foto © Andrew Grassie
    Während der Produktion. Foto © Andrew Grassie
  • Andrew Grassie, Balcony 1, Diagram, Balcony 2, Balcony 3, 2019, Tempera auf Papier auf Museumskarton, je 14,8 x 18,8 cm (Motiv), 4-teilig, je 31,1 x 35,2 x 3 cm (gerahmt), 4-teilig. Foto © Andrea Rossetti
    Andrew Grassie, Balcony 1, Diagram, Balcony 2, Balcony 3, 2019, Tempera auf Papier auf Museumskarton, je 14,8 x 18,8 cm (Motiv), 4-teilig, je 31,1 x 35,2 x 3 cm (gerahmt), 4-teilig. Foto © Andrea Rossetti
  • Balcony 1, 2, & 3, 2019


     

    Ein anderes Bild, von dem ich wusste, dass ich es malen wollte, war diese Aufnahme, die ich aus einem Zug in Berlin gemacht hatte. Ich nahm es durch das Fenster des Waggons auf, und die Kamera fokussierte sich auf das zufällig auf dem Glas eingekratzte Graffiti. Ich hatte zwei Aufnahmen dieses Regenschirms auf dem Balkon, die im Bruchteil einer Sekunde nacheinander gemacht wurden, und die dritte habe ich so konstruiert, dass sie ein Gefühl einer langsamen Bewegung vermittelt. Ich mochte die gedämpften Farben und den flüchtigen Blick in das Leben eines anderen Menschen. Es gehört zu den unausgesprochenen Freuden des Reisens, dass man genau für die richtige Zeit ungestört träumen kann. Als Maler ist es immer klar, dass man sich mit Oberflächen beschäftigt, und für mich ist es immer noch faszinierend, die Illusion dieser dünnen Membranen des Raumes zu schaffen. Das Spiel mit der Fläche als Komposition ist ebenso fesselnd und spielt diesmal mit Abstraktion und Serialität.

    — Andrew Grassie, 2020 

  • Andrew Grassie, Balcony 1, Balcony 2 and Balcony 3, 2019, Tempera auf Papier auf Museumskarton, je 14,8 x 18,8 cm (Motiv), je 31,1 x 35,2 x 3 cm (gerahmt). Foto © Andrea Rossetti
    Andrew Grassie, Balcony 1, Balcony 2 and Balcony 3, 2019, Tempera auf Papier auf Museumskarton, je 14,8 x 18,8 cm (Motiv), je 31,1 x 35,2 x 3 cm (gerahmt). Foto © Andrea Rossetti
  • Diagram, 2019


     

    Diese Arbeit war ein bewusster Versuch, der Serie eine Form zu geben. Ich wollte sie in eine andere Richtung ziehen und ein vorgefundenes Bild verwenden, das zweidimensional, informativ und wissenschaftlich anmutend ist. Ich ging in die örtliche Bibliothek, um in einigen alten wissenschaftlichen Lehrbüchern zu blättern. Ich nahm Aufnahmen von den Seiten auf meinem Telefon auf. Diese stammen aus einem Buch über elektronische Schaltkreise. Ich wollte, dass sich die Linien so anfühlen, als seien sie in das Weiß eingebrannt, ein Effekt, den man oft in alten Filmen sieht. Die Aufmerksamkeit für den Rand und Zwischenräume erlaubte es mir als Künstler, meinen Hut vor Mondrian, dem Konstruktivismus und der Op Art zu ziehen. Der weiße Hintergrund ist nicht ebenmäßig und signalisiert so subtil eine Lichtverschiebung auf einer Buchseite als reales Objekt, das im allerflachsten Raum verhaftet ist.

    — Andrew Grassie, 2020

  • Andrew Grassie, Diagram, 2019, Tempera auf Papier auf Museumskarton, 14,8 x 18,8 cm (Motiv), 31,1 x 35,2 x 3 cm (gerahmt). Foto © Andrea Rossetti
    Andrew Grassie, Diagram, 2019, Tempera auf Papier auf Museumskarton, 14,8 x 18,8 cm (Motiv), 31,1 x 35,2 x 3 cm (gerahmt). Foto © Andrea Rossetti
  • Ausstellungsansicht: Andrew Grassie, Still Frame, Esther Schipper, Berlin, 2020. Foto © Andrea Rossetti
    Ausstellungsansicht: Andrew Grassie, Still Frame, Esther Schipper, Berlin, 2020. Foto © Andrea Rossetti
  • Giraffe, 2020


     

    Dieses Foto wurde vor etwa zehn Jahren in einem Zoo / Safaripark in der Normandie, Frankreich, aufgenommen. Mit einem kleinen Zug fuhr man auf einer Besichtigungstour über das Gelände. Von den Tieren war man durch einen hohen Zaun getrennt. Diese Giraffe näherte sich dem Zug und blieb ganz still stehen. Der Himmel war fast völlig weiß und bildete einen neutralen Hintergrund, der die Kreatur zu einem Objekt werden ließ.

    — Andrew Grassie, 2020

  • Andrew Grassie, Giraffe, 2020, Tempera auf Papier auf Museumskarton, 14,8 x 18,8 cm (Motiv), 31,1 x 35,2 x 3 cm (gerahmt). Foto © Andrea Rossetti
    Andrew Grassie, Giraffe, 2020, Tempera auf Papier auf Museumskarton, 14,8 x 18,8 cm (Motiv), 31,1 x 35,2 x 3 cm (gerahmt). Foto © Andrea Rossetti
  • Rückblickend fällt mir auf, dass es in Chris Markers Film La Jetée (1962) eine Szene mit einer taxidermimierten Giraffe gibt. Einen Film, auf den ich mich wegen seiner filmischen Erzählung, die aus fotografischen Standbildern besteht, sowie wegen seines Looping-Charakters bezogen habe.

     — Andrew Grassie, 2020

  • Ausstellungsansicht: Andrew Grassie, Still Frame, Esther Schipper, Berlin, 2020. Foto © Andrea Rossetti
    Ausstellungsansicht: Andrew Grassie, Still Frame, Esther Schipper, Berlin, 2020. Foto © Andrea Rossetti
  • Andrew Grassie, Bridge 1, Blank 2, Bridge 2, Bridge 3, 2020, Tempera auf Papier auf Museumskarton, je 14,8 x 18,8 cm (Motiv), 4-teilig, je 31,1 x 35,2 x 3 cm (gerahmt), 4-teilig. Foto © Andrea Rossetti
    Andrew Grassie, Bridge 1, Blank 2, Bridge 2, Bridge 3, 2020, Tempera auf Papier auf Museumskarton, je 14,8 x 18,8 cm (Motiv), 4-teilig, je 31,1 x 35,2 x 3 cm (gerahmt), 4-teilig. Foto © Andrea Rossetti
    • Andrew Grassie Bridge 1, Blank 2, Bridge 2, Bridge 3, 2020 Tempera auf Papier auf Museumskarton je 14,8 x 18,8 cm (Motiv), 4-teilig je 31,1 x 35,2 x 3 cm (gerahmt), 4-teilig
      Andrew Grassie
      Bridge 1, Blank 2, Bridge 2, Bridge 3, 2020

      Tempera auf Papier auf Museumskarton
      je 14,8 x 18,8 cm (Motiv), 4-teilig
      je 31,1 x 35,2 x 3 cm (gerahmt), 4-teilig

    Bridge 1, Blank 2, Bridge 2, Bridge 3, 2020


     

    Dies ist von einem Foto, das ich in Vancouver beim Überqueren einer Brücke gemacht habe. Ich bin herumgelaufen, habe Bäume fotografiert und mich mit diesen Repliken von Rodney Grahams Fotografien von umgedrehten Bäumen amüsiert. Es hatte eine dumme Qualität, die mir gefiel. So dumm, dass es mysteriös ist. Es ist weder ein richtiges Touristenfoto noch ein gutes Foto von einem Baum. Die Vervielfältigung der Bilder in diesem Fall schien diese 'dumme' Qualität zu verstärken, als ob die Wiederholung etwas deutlicher machen würde.

    — Andrew Grassie, 2020

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  • Blank 2, 2020


     

    Ich hatte die Idee, diese schwarze Leere in die Serie einzufügen. Man könnte sich das als einen Filmrollenwechsel, eine Störung oder eine Pause vorstellen. Natürlich ist es immer schön, eine Ausrede zu finden, um sein eigenes schwarzes Monochrom zu schaffen. Es war auch ein Echo auf die Arbeit [des britischen Minimalisten] Bob Law in Painting 1, einem weiteren Werk der Serie. Ich hatte an ein gelbes Rechteck gedacht oder an die Einfügung eines einzelnen dünnen weißen Streifens, der an einen Kratzer in einem Film erinnert, aber ich entschied mich für pures Schwarz.

    — Andrew Grassie, 2020

  • Andrew Grassie, Blank 2, 2020, Tempera auf Papier auf Museumskarton, 14,8 x 18,8 cm (Motiv), 31,1 x 35,2 x 3 cm (gerahmt). Foto © Andrea Rossetti
    Andrew Grassie, Blank 2, 2020, Tempera auf Papier auf Museumskarton, 14,8 x 18,8 cm (Motiv), 31,1 x 35,2 x 3 cm (gerahmt). Foto © Andrea Rossetti
  • Ausstellungsansicht: Andrew Grassie, Still Frame, Esther Schipper, Berlin, 2020. Foto © Andrea Rossetti
    Ausstellungsansicht: Andrew Grassie, Still Frame, Esther Schipper, Berlin, 2020. Foto © Andrea Rossetti
    • Andrew Grassie Sculpture 1, Sculpture 2, 2019 Tempera auf Papier auf Museumskarton je 18,8 x 14,8 cm (Motiv), 2-teilig je 35,2 x 31,1 x 3 cm (gerahmt), 2-teilig
      Andrew Grassie
      Sculpture 1, Sculpture 2, 2019

      Tempera auf Papier auf Museumskarton
      je 18,8 x 14,8 cm (Motiv), 2-teilig
      je 35,2 x 31,1 x 3 cm (gerahmt), 2-teilig

    Sculpture 1 & 2, 2019


     

    Ich sah meine Fotosammlung durch und stieß auf dieses Bild, das ich bei einem Besuch im Sir John Soanes Museum in London aufgenommen hatte. Ich war dabei, das Museum zu scannen, um mein Gemälde in diesen Raum einzufügen, und hatte dort unzählige Schnappschüsse von Ausstellungsräumen und Objekten gemacht. Ich schnitt bis auf diese römische Büste an, machte sie monochrom und spielte mit Ebenen herum, bis sie diesen Silberabzug-Look zu haben schien. Ich schaute mir alte Bücher mit Skulpturen mit Schwarzweißfotos an, die an sich schon so evokativ wirken, und ich wollte schon eine Weile eine Monochromie ausprobieren.

    — Andrew Grassie, 2020

  • Ich hatte einige spezielle Graupigmente und einige Perlglanzkreiden gekauft, um sie hinzuzufügen, also experimentierte ich mit ihnen in diesem Gemälde. Es gibt Farbe, ich fügte ein Blau und ein Braun zu den Offwhites und Schwarztönen hinzu. Ich weiß nicht, ob das alles rüberkommt, aber es war schwierig zu malen, da die Pigmente ziemlich transparent waren und Schichten zum Aufbauen brauchten. Bei diesem Paar entschied ich mich ausnahmsweise dafür, ein Bild etwas größer als das andere zu malen. Es ist das einzige dieser Art in der Serie.

    — Andrew Grassie, 2020

  • Ausstellungsansicht: Andrew Grassie, Still Frame, Esther Schipper, Berlin, 2020. Foto © Andrea Rossetti
    Ausstellungsansicht: Andrew Grassie, Still Frame, Esther Schipper, Berlin, 2020. Foto © Andrea Rossetti
    • Andrew Grassie Siding 1, Siding 2, 2019 Tempera auf Papier auf Museumskarton je 18,8 x 14,8 cm (Motiv), 2-teilig je 35,2 x 31,1 x 3 cm (gerahmt), 2-teilig
      Andrew Grassie
      Siding 1, Siding 2, 2019

      Tempera auf Papier auf Museumskarton
      je 18,8 x 14,8 cm (Motiv), 2-teilig
      je 35,2 x 31,1 x 3 cm (gerahmt), 2-teilig

    Siding 1 & 2, 2019


     

    Diese Aufnahme ist am längsten her. 1985. Es ist auf dem Weg nach London von Broxbourne, einem Satellitenstadt im Großraum London. Dort lebte meine Tante. Ich wohnte bei ihr, während ich eine Wohnung in London suchte. Das Licht des Bahnsteigs beleuchtete die nächstgelegenen Sträucher und Pfosten.

    — Andrew Grassie, 2020 

  • Beim Herumspielen und Manipulieren des Bildes deckte ich Bäume und Wucherungen auf, die ursprünglich im Dunkel des Bildes verborgen waren. Etwas, das der Nachtsicht ähnelt.

    — Andrew Grassie, 2020

  • Ausstellungsansicht: Andrew Grassie, Still Frame, Esther Schipper, Berlin, 2020. Foto © Andrea Rossetti
    Ausstellungsansicht: Andrew Grassie, Still Frame, Esther Schipper, Berlin, 2020. Foto © Andrea Rossetti
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